Geschichte der PACE-Fahne - unsere Philosophie    
  Im Sommer 2002 begannen die Menschen in Italien, bunte Tücher aus dem Fenster zu hängen aus Protest gegen die Vorbereitung der USA auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg im Irak. Pater Alex Zanotelli kam dann auf die Idee, dass bunte Tücher ja alle Farben des Regenbogen haben, und dass der Regenbogen seit jahrtausenden ein Symbol für den Frieden ist.    
  ".. Man muß Zeichen setzen, so wie es Jesus von Nazareth getan hat, man muß in dieser schwierigen Zeit, die wir durchleben, Zeichen der Hoffnung schaffen. Wenn wir der Meinung sind. dass dieses System ein mörderisches System ist, dann müssen wir dem Imperium alternative Lösungsvorschläge entgegensetzen, sonst bleibt es nur bei hohlen Worten..."
Alex Zanotelli
 
  Nun wurden Regenbogenfahnen mit dem Aufdruck: 'PACE' = Frieden gedruckt, die Italiener begannen, diese aus den Fenstern zu hängen oder auf Demos zu zeigen. Kirchliche Organisationen wie Pax Christi u.a. organisierten die Verteilung. Auf der großen Demo des Weltsozialforums in Florenz im Herbst 2002 konnte man schon viele tausend dieser Fahnen sehen.
Als wir im Februar 2003 von dieser Aktion berichtet bekamen und uns entschlossen, diese auch in Deutschland zu verbreiten, hingen in Italien schon 1.500.000 Fahnen an den Fenstern und Balkonen. Inzwischen hängen weit über 3.000.000 Friedensfahnen in der ganzen Welt!
   
       
  Unsere Aktion 'Fahnen für den Frieden' ist eine reine 'Überzeugungs-Tat'. Wir sehen dies als aktive Friedensarbeit, als unseren Beitrag, eine neue - friedliche Welt zu gestalten. Inzwischen ist diese Pace-Aktion ein riesengroßes Friedensprojekt geworden, das weit über die Grenzen Europas hinausreicht.    
  Während unserer Arbeit können wir immer wieder feststellen, dass die 'neue' Friedensbewegung und vor allem auch die 'neue' Friedensgeneration begeistert dieses neue verbindende Symbol ergreift und in die tägliche Arbeit einbezieht.    
  Überall konnten wir spüren, wie kraftvoll, selbstbewußt und selbstverständlich die Menschen ihren Willen ausdrücken und zwar voll positiver Grundstimmung!    
  Ganz natürlich ergibt sich durch unsere Arbeit eine Verbindung mit den verschiedensten Menschen aus zahlreichen Ländern dieser Welt. Wir erleben dies als unglaublich befruchtend und inspirierend. Pace-Leute kennen keine Grenzen und finden automatisch zusammen, reichen sich die Hände zur gemeinsamen Friedensarbeit! Wir stellen auch fest, dass die Pace-Fahne, - wo immer sie sich befindet oder angebracht ist- Anstoß gibt zu Diskussionen und zum Nachdenken!    
       
  Der zweite Aspekt dieser Aktion war die Kinderhilfe im Irak: vor Beginn des Fahnenverkaufs haben wir beschlossen, dass der Überschuß aus dieser Aktion zu 100% der o.g. Kinderhilfe im Irak überwiesen wird. Wir konnten inzwischen auch bereits größere Summen dahin überweisen. Es bleibt gesichert, dass die Aktion keine Gewinne erwirtschaftet. Nach Abzug aller Kosten gingen die Überschüsse der Aktion direkt an die IPPNW-Kinderhilfe Irak. Inzwischen hat diese ihre Aktivitäten eingestellt. Der Fahnenverkauf läuft aber noch weiter. Deshalb werden ab 2016 die Überschüsse der Fahnenaktion an das Zahnmobil Hannover, einer gemeinnützigen Initiative zur medizinischen Unterstützung Obdachloser, überwiesen.    
       
  An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir Friedensarbeiter mit einer Non-Profit-Aktion sind!    
       
  Wir danken allen Menschen, die uns zahlreich unterstützen und uns ihr Vertrauen schenken.    
       
  Friedensarbeit im Alltag    
  Nach dem sog. "Ende des Irak-Krieges" erleben wir, wie die Friedensgruppen in eine Art Vakuum zu stürzen drohen. Enttäuschung, Erschöpfung machten sich breit.
Schnell wurde uns bewußt, dass es nicht unsere Aufgabe sein kann, Kriege zu verhindern, auch wenn wir dies vehement und selbstbewußt weiterhin tun sollten!
   
  Unsere Aufgabe könnte nach der Erholung von der momentanen Erschöpfung darin liegen, eine tägliche Friedensarbeit aufzubauen. "Friedensarbeiter" ist man eigentlich 24 Stunden am Tag! Wir erkennen, dass wir nicht nur Frieden einfordern können, sondern dass jeder Einzelne von uns täglich die Welt gestaltet, die er will.
Wir haben unseren Anteil daran, dass die Welt ist, wie sie ist. Aber wir haben jederzeit die Möglichkeit, sie zu ändern. Auch dazu kann diese Homepage beitragen, wenn sie von uns und von Euch gestaltet / aufgebaut / ausgebaut und genutzt wird.
   
       
 
"Wenn man aufbaut, gibt es viele Möglichkeiten.
Wenn man zerstört, nur eine"

Yehudi Menuhin
   
       
 
"Nichts ist dazu verurteilt, so zu bleiben, wie es ist!"
Ernst Block
   
       
 

Kontakt:
Elke Grözinger &
Markus Schwarz
Gutenzeller Str. 5/1
88453 Erolzheim
0176-72567707

Gesichter zu der Initiative: